Generationen verbinden

von Claudia Amberg

Schülerinnen und Schüler helfen bei Smartphone- und Tablet-Fragen

Digitale Geräte gehören heute zum Alltag, doch nicht für alle Nutzerinnen und Nutzer sind Smartphone und Tablet selbstverständlich zu bedienen. Genau hier setzt das Projekt „Smartphone- und Tablet-Hilfe für ältere Erwachsene“ an, das kürzlich an der Georg-Ludwig-Rexroth-Realschule in Lohr mit großem Erfolg durchgeführt wurde.

Am Nachmittag des 22. April 2026 verwandelte sich ein Klassenzimmer der Schule in ein gemütliches Digital-Café. In entspannter und barrierefrei zugänglicher Lernatmosphäre trafen sich 20 freiwillige Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Jahrgangsstufe mit 15 angemeldeten Seniorinnen und Senioren, um bei Kaffee und Kuchen gemeinsam digitale Fragen zu klären. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit Frau Reuber und Frau Roth von der Freiwilligenagentur des Landkreises Main-Spessart durchgeführt.

Im Mittelpunkt stand die individuelle Unterstützung: In einem 1:1‑Setting konnten die Teilnehmenden ihre ganz persönlichen Fragen stellen und erhielten direkte praktische Hilfe an ihrem eigenen Smartphone oder Tablet. Ob Einstellungen, Apps, Sicherheitsfragen oder alltägliche Funktionen – die Anliegen der Gäste bestimmten den Ablauf. So ging es unter anderem darum, mit Kindern oder Enkeln zu chatten, Fotos zu speichern und wiederzufinden, Apps zu installieren oder zu löschen oder auch das Hintergrundbild zu ändern.

Dabei bewiesen die Jugendlichen nicht nur ihr technisches Know-how, sondern auch viel Geduld, Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein. Viele von ihnen waren sichtlich stolz, für nahezu jedes Anliegen schnell eine passende Lösung parat zu haben. Die Besucherinnen und Besucher wiederum genossen die persönliche Betreuung und fühlten sich ernst genommen und gut begleitet.

Die Veranstaltung war weit mehr als eine reine digitale Beratung: Alle Beteiligten empfanden die Begegnung zwischen den Generationen als sehr bereichernd. Der Austausch schuf Verständnis, gegenseitige Wertschätzung und zeigte eindrucksvoll, wie Lernen voneinander gelingen kann.

Ein herzlicher Dank gilt allen engagierten Schülerinnen und Schülern, die dieses Projekt mit ihrem freiwilligen Einsatz möglich gemacht haben – ein gelungenes Beispiel für soziales Engagement und gelebte Verantwortung über Altersgrenzen hinweg.

 

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